Kreisverband Neumünster

FDP für Wasserstofftechnologie

FDP: Wasserstoffantrieb für SWN-Busse prüfen.

Die FDP hat der Ratsversammlung am 05.11. einen Antrag vorgelegt, der zum Ziel hat, über Hauptausschuss und Gesellschafterversammlung die Stadtwerke Neumünster anzuweisen, dass seitens der SWN oder, wenn erforderlich, externer Sachverständiger untersucht wird, unter welchen Bedingungen, wann und zu welchen Kosten eine Umstellung des Busbetriebes von Dieseltechnologie auf Antriebsarten auf Wasserstoffbasis möglich ist. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Die technologische Entwicklung, so die Freien Demokraten, ermögliche schon heute emissionsfreie Antriebsarten bei Bussen und der Bahn. Der Klimawandel mache es erforderlich, die neu entwickelten technischen Möglichkeiten zu nutzen und wo immer möglich einzusetzen.
Antriebsarten auf Wasserstoffbasis seien dabei denen auf Elektrobasis vorzuziehen da sie ohne den problematischen Abbau von Lithium, der für e-Mobilität erforderlich sei, auskommen. So würden beispielsweise für die Herstellung von einer Tonne Lithiumsalz zwei Millionen Liter Wasser benötigt, was unter umweltpolitischen Gesichtspunkten ausgesprochen problematisch sei. Zudem müsse auch der Kobalt-Abbau, vorwiegend im Kongo und durch Kinder, der zur Batterieherstellung auch für Elektroautos erforderlich sei, als ebenso problematisch angesehen werden.

Fraktionsvorsitzender Reinhard Ruge begründet den FDP-Vorstoß damit, dass es inzwischen mehrere Beispiele für die erfolgreiche Anwendung von Antriebssystemen auf Wasserstoffbasis gäbe. So seien unter anderem seit etwa einem halben Jahr 11 ÖPNV-Busse in Wiesbaden zum Einsatz gekommen. Auch Bahnunternehmen hätten begonnen, diese Technologie erfolgreich anzuwenden, etwa im Gebiet Bremervörde und Cuxhaven.

Ruge: „Es gibt keinen Grund, die Anwendung dieser Technologie nicht ernsthaft zu prüfen und für Neumünster in Erwägung zu ziehen.“